Klaviertransport in Wien und Niederösterreich

Ein Klavier wiegt so viel wie vier Waschmaschinen und verträgt trotzdem keine grobe Behandlung. Wir transportieren Klaviere, Flügel und historische Tasteninstrumente mit Spezialgerät, dem passenden Team und der nötigen Ruhe.

  • Klavierroller, Gurtsystem und Flügelbrett im Fahrzeug
  • Möbellift, wenn das Stiegenhaus nicht ausreicht
  • Versichert, auf Wunsch mit Wertdeklaration
Klaviertransport in Wien: Instrument wird für den Transport gesichert

Kurz gesagt

Ein Klaviertransport in Wien kostet ab etwa 250 € im Erdgeschoß mit guter Zufahrt. Mit Stiegen, engem Stiegenhaus oder Möbellift liegt man bei 350 bis 700 €, ein Flügel ab etwa 450 € aufwärts. Gerechnet wird nicht nach Kilometern, sondern nach Zugänglichkeit: Ein Klavier wiegt 180 bis 350 kg, ein Konzertflügel bis zu 500 kg.

  • Klavier, Flügel, Cembalo, Harmonium und historische Instrumente
  • Spezialgerät: Klavierroller, Gurtsystem, Flügelbrett, bei Bedarf Möbellift
  • Nach dem Transport ist Stimmen nötig. Wir sagen Ihnen, wann

Warum ein Klavier kein Möbelstück ist

Wien ist Klavierstadt. In kaum einer anderen Stadt stehen so viele Instrumente in Privatwohnungen, und kaum eine andere Stadt macht es so schwierig, sie wieder herauszubekommen. Gründerzeit-Stiegenhäuser sind schön anzusehen und beim Klaviertransport der schwierigste Teil des Auftrags.

Was ein Klavier von einem gleich schweren Möbelstück unterscheidet, sind drei Dinge:

Die Gewichtsverteilung

Ein Klavier ist kopflastig. Der Großteil der Masse, Gussrahmen, Saiten, Mechanik, sitzt oben und hinten. Wer es kippt, ohne das zu wissen, verliert die Kontrolle. Deshalb wird ein Klavier nie geschoben, sondern auf Klavierrollern bewegt und mit einem Gurtsystem gesichert, das die Last auf mehrere Personen verteilt.

Die Empfindlichkeit im Inneren

Die Mechanik eines Klaviers besteht aus mehreren Tausend beweglichen Teilen, viele davon aus Holz und Filz. Sie verträgt Erschütterung schlechter, als das massive Gehäuse vermuten lässt. Beim Transport wird das Instrument deshalb vollständig gepolstert und im Fahrzeug so verzurrt, dass es sich nicht bewegt, nicht nur nach vorne und hinten, sondern auch seitlich.

Das Klima

Holz arbeitet. Ein Instrument, das jahrzehntelang bei gleichbleibender Luftfeuchtigkeit stand, reagiert auf jeden Wechsel. Deshalb transportieren wir Klaviere nicht auf offener Ladefläche und lassen sie bei Frost nicht über Nacht im Fahrzeug. Und deshalb sollte nach dem Transport zwei bis vier Wochen gewartet werden, bevor gestimmt wird, vorher ist das Instrument noch nicht dort angekommen, wo es hinsoll.

Bitte nicht selbst versuchen

Wir haben Instrumente übernommen, bei denen der Vorbesitzer es „nur ein Stockwerk“ selbst probiert hat. Die Reparatur eines gebrochenen Stimmstocks oder eines beschädigten Gussrahmens übersteigt die Transportkosten um ein Vielfaches, bei älteren Instrumenten ist sie oft gar nicht mehr wirtschaftlich. Dazu kommt das Verletzungsrisiko: 250 Kilogramm auf einer Stiege sind kein theoretisches Problem.

So läuft ein Klaviertransport ab

  • Vorab: Fotos vom Instrument, vom Stiegenhaus und von der Zufahrt. Daraus planen wir Team, Gerät und Zeitbedarf.
  • Vorbereitung: Deckel und Klappen werden gesichert, das Gehäuse vollständig gepolstert, empfindliche Kanten zusätzlich geschützt.
  • Beim Flügel: Beine und Lyra werden demontiert, das Instrument kommt auf das Flügelbrett und wird seitlich transportiert.
  • Transport: im geschlossenen Fahrzeug, mehrfach verzurrt, ohne Zwischenstopps mit anderem Ladegut.
  • Am Ziel: Aufstellen an der gewünschten Position, Beine wieder montieren, Stellfüße ausrichten.

Wo das Instrument am besten steht

Wir stellen nicht einfach ab, wo Platz ist. Ein paar Meter Unterschied entscheiden darüber, wie oft das Instrument gestimmt werden muss.

  • Nicht direkt an eine Außenwand: Dort ist die Temperatur am unbeständigsten
  • Nicht neben Heizkörper, Ofen oder Fußbodenheizung
  • Nicht in direktes Sonnenlicht: Das bleicht das Furnier und trocknet das Holz aus
  • Nicht in Zugluft zwischen Fenster und Tür
  • Ideal: Innenwand, gleichmäßig temperierter Raum, 45 bis 60 % Luftfeuchtigkeit

Sagen Sie uns vorher, wo es hinsoll. Dann planen wir den Weg dorthin gleich mit.

Der Wiener Altbau: wenn das Stiegenhaus nicht mitspielt

In Gründerzeithäusern scheitert der klassische Transportweg regelmäßig, nicht an der Breite der Stiege, sondern am sogenannten Auge, dem freien Raum in der Mitte des Stiegenhauses. Ein Klavier lässt sich in vielen Wiener Häusern noch drehen, ein Flügel oft nicht mehr.

Dann gibt es drei Möglichkeiten, und wir entscheiden das nicht am Umzugstag, sondern vorher anhand von Fotos und Maßen:

  1. Über den Möbellift. Der Lift wird auf der Straße aufgestellt, das Instrument über Balkon oder Fenster ein- oder ausgehoben. Dafür braucht es eine Halteverbotszone: also mindestens zehn Arbeitstage Vorlauf. Kosten: 250 bis 500 € zusätzlich.
  2. Über die Stiege mit größerem Team. Wenn es geht, aber eng wird, arbeiten wir mit vier statt drei Personen und sichern zusätzlich ab. Das kostet Zeit, ist aber günstiger als der Lift.
  3. Teildemontage. Bei manchen Instrumenten lassen sich Klaviatur und Gehäuseteile abnehmen. Das machen wir nur in Abstimmung mit einem Klavierbauer. Eigenmächtig zerlegt wird bei uns kein Instrument.

Welche Variante die richtige ist, sagen wir Ihnen nach zwei Fotos: eines vom Stiegenhaus von oben nach unten, eines vom Instrument mit einem Maßband daneben. Das dauert fünf Minuten und erspart am Umzugstag die unangenehme Erkenntnis, dass es so nicht geht.

Was wir vor dem Termin von Ihnen brauchen

Bei einem Klaviertransport hängt fast alles an der Vorbereitung. Ein Möbellift, der erst am Umzugstag als notwendig erkannt wird, ist nicht zu bekommen, und ein Instrument, das halb im Stiegenhaus steckt, ist keine gute Ausgangslage. Diese Angaben brauchen wir:

  • Bauart und Marke. Klavier oder Flügel, Hersteller, ungefähres Baujahr. Daraus ergibt sich das Gewicht recht genau.
  • Maße. Bei Klavieren Breite und Höhe, bei Flügeln die Länge von der Klaviatur bis zum Ende.
  • Stockwerk und Aufzug. An beiden Adressen. Bei Aufzug bitte die Innenmaße der Kabine: Die stehen meist an der Tür.
  • Foto vom Stiegenhaus. Senkrecht von oben oder unten durch das Auge fotografiert: Daraus sehen wir, ob gedreht werden kann.
  • Zufahrt. Kann das Fahrzeug vor dem Haus stehen? Gibt es eine Möglichkeit, einen Möbellift aufzustellen?
  • Wert des Instruments, wenn er deutlich über dem Üblichen liegt: für die Versicherungsdeklaration.

Das klingt nach viel, ist aber in zehn Minuten erledigt und macht den Unterschied zwischen einem Angebot, das stimmt, und einer Schätzung, die später korrigiert werden muss.

Nach dem Transport: akklimatisieren und stimmen

Der Transport ist der kürzere Teil der Geschichte. Was danach mit dem Instrument passiert, entscheidet darüber, wie es in einem Jahr klingt.

Zwei bis vier Wochen warten

Ein Instrument, das jahrelang in derselben Umgebung stand, hat sich an deren Temperatur und Luftfeuchtigkeit angepasst. Am neuen Ort herrschen andere Bedingungen, und das Holz reagiert, Resonanzboden und Stimmstock arbeiten, die Stimmung verändert sich. Wer sofort nach dem Transport stimmen lässt, muss es meist ein zweites Mal machen. Zwei bis vier Wochen Geduld ersparen einen Termin.

Den richtigen Platz wählen

Nicht an eine Außenwand, nicht neben Heizkörper oder Ofen, nicht in direktes Sonnenlicht, nicht in Zugluft zwischen Fenster und Tür. Ideal ist eine Innenwand in einem Raum mit gleichmäßiger Temperatur. Bei Fußbodenheizung gehört eine dämmende Unterlage darunter. Sagen Sie uns vorher, wo das Instrument hinsoll. Dann planen wir den Weg dorthin mit und stellen es gleich richtig ab.

Luftfeuchtigkeit im Auge behalten

Der Bereich zwischen 45 und 60 % relativer Luftfeuchtigkeit ist für Tasteninstrumente der günstigste. In Wiener Altbauwohnungen mit hohen Räumen und Fernwärme fällt die Luftfeuchtigkeit im Winter regelmäßig deutlich darunter. Ein einfaches Hygrometer neben dem Instrument kostet wenig und zeigt, ob ein Luftbefeuchter sinnvoll wäre. Für hochwertige Instrumente gibt es Systeme, die direkt im Klavier montiert werden. Das ist Sache Ihres Klavierbauers.

Beim ersten Stimmen gleich durchsehen lassen

Wenn ohnehin jemand kommt, lohnt es sich, Mechanik und Regulierung mit anschauen zu lassen. Nach einem Ortswechsel ist das ein guter Zeitpunkt für eine kleine Durchsicht, und Sie erfahren dabei, ob das Instrument den Transport gut überstanden hat.

Welche Instrumente wir transportieren

Klavier

Das Standardinstrument, 180 bis 350 Kilogramm je nach Bauart. Ältere Instrumente mit massivem Gehäuse liegen am oberen Ende, moderne Studioklaviere darunter. Transportiert wird auf Klavierrollern, gesichert mit Gurtsystem, das Gehäuse vollständig gepolstert. Ab dem zweiten Stock ohne Aufzug arbeiten wir mit vier Personen.

Flügel

250 bis 500 Kilogramm, je nach Länge. Beine und Lyra werden demontiert, das Instrument kommt seitlich auf das Flügelbrett und wird so transportiert. Das ist der aufwendigste Teil und der Grund, warum ein Flügeltransport ab 450 € beginnt. Bei Konzertflügeln ab 200 cm planen wir grundsätzlich einen halben Tag.

Historische Tasteninstrumente

Cembali, Hammerklaviere, Harmonien und Tafelklaviere sind konstruktiv empfindlicher als moderne Instrumente und vertragen weniger Belastung an einzelnen Punkten. Wir arbeiten hier auf Wunsch mit dem Restaurator oder Klavierbauer zusammen, der das Instrument betreut. Viele wollen beim Transport dabei sein, und das halten wir für sinnvoll.

Weitere Instrumente

Kontrabässe, Harfen, Schlagwerk, Kirchenorgeln in Einzelteilen und komplette Studioausstattungen transportieren wir ebenfalls. Bei Harfen ist der Hals die empfindliche Stelle, bei Kontrabässen die Zarge. Sagen Sie uns, worum es geht. Wir haben für die meisten Fälle passendes Material dabei.

Auch wenn es nur eine Etage ist

Die häufigste Anfrage, die bei uns zu spät kommt, lautet sinngemäß: „Wir haben es selbst versucht, jetzt steht es im Stiegenhaus.“ Das ist keine gute Ausgangslage, für das Instrument nicht und für die Beteiligten auch nicht. Rufen Sie vorher an, die Beratung kostet nichts.

Adresse

Erlaufstraße 36/2
A-2344 Maria Enzersdorf

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Öffnungszeiten

  • Mo bis Fr
    08:00 20:00
  • Sa
    09:00 18:00

Klavier oder Flügel zu transportieren?

Schicken Sie uns zwei Fotos vom Instrument und vom Stiegenhaus. Wir melden uns mit einem Preis.
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Häufige Fragen zum Klaviertransport

Was Klavierbesitzerinnen und -besitzer vor einem Transport am häufigsten wissen wollen.

Der Preis hängt fast ausschließlich von der Zugänglichkeit ab, nicht von der Entfernung:
SituationRichtwert
Klavier, Erdgeschoß zu Erdgeschoß, gute Zufahrt250–350 €
Klavier, bis 2. Stock mit Aufzug300–400 €
Klavier, ohne Aufzug je Stockwerk+ 60–100 €
Flügel bis 180 cm450–800 €
Konzertflügel ab 200 cmab 800 €
Einsatz eines Möbellifts+ 250–500 €
Ein verbindliches Angebot machen wir nach Fotos oder Besichtigung, bei Instrumenten dieser Größenordnung wollen wir vorher wissen, was uns erwartet.

Ein Klavier wiegt je nach Bauart zwischen 180 und 350 Kilogramm. Flügel liegen bei 250 bis 500 Kilogramm. Ein Konzertflügel mit 275 cm Länge erreicht das obere Ende. Zum Vergleich: Eine Waschmaschine wiegt rund 70 Kilogramm. Das erklärt, warum ein Klaviertransport mindestens drei Personen und Spezialgerät braucht und warum wir davon abraten, das mit Freunden zu versuchen.

In aller Regel ja. Nicht wegen der Erschütterungen beim Transport, sondern wegen des Klimawechsels: Ein Instrument, das jahrelang in derselben Luftfeuchtigkeit stand, kommt in eine neue Umgebung und arbeitet. Warten Sie nach dem Transport zwei bis vier Wochen, bis sich das Instrument akklimatisiert hat, und lassen Sie dann stimmen. Wer sofort stimmen lässt, muss es meist ein zweites Mal machen.

Ja, mit einem Möbellift. Das ist in Wiener Altbauten öfter nötig, als man denkt. Viele Gründerzeit-Stiegenhäuser haben ein zu enges Auge, um einen Flügel zu drehen. Voraussetzung ist ein Balkon oder ein ausreichend großes Fenster und eine Aufstellfläche für den Lift auf der Straße, wofür wiederum eine Halteverbotszone nötig ist. Das planen wir mit. Der Lift wird für einen bestimmten Zeitraum gebucht, deshalb muss der Termin sitzen.

Ja. Bei wertvollen Instrumenten (Konzertflügel, historische Instrumente, Sammlerstücke) empfehlen wir eine gesonderte Wertdeklaration, weil pauschale Deckungen Obergrenzen pro Stück haben. Nennen Sie uns bei der Anfrage den ungefähren Wert, dann klären wir die Deckung vorab und nicht im Schadensfall.

Ja: Cembali, Harmonien, Kirchenorgeln in Einzelteilen, Kontrabässe, Harfen, Schlagwerk und komplette Studioausstattungen. Bei historischen Instrumenten arbeiten wir auf Wunsch mit dem Restaurator oder Klavierbauer zusammen, der das Instrument betreut. Manche wollen beim Transport dabei sein, und das halten wir für eine gute Idee.

Ein Klavier zwischen zwei gut zugänglichen Adressen ist in eineinhalb bis drei Stunden erledigt, inklusive Fahrt. Kommen Stiegen dazu, wird es länger; mit Möbellift planen wir einen halben Tag, weil Aufbau und Abbau des Lifts Zeit brauchen. Beim Flügel kommt die Demontage der Beine und des Lyra-Pedals dazu, das sind noch einmal 30 bis 45 Minuten pro Seite.

Ja, das machen wir regelmäßig, etwa vor dem Parkettschleifen oder wenn ein Raum neu eingerichtet wird. Dafür gilt die Mindestabnahme, das Umstellen selbst dauert oft nur eine halbe Stunde. Bitte versuchen Sie es nicht selbst: Klavierrollen sind zum Rollen auf glattem Boden gedacht, nicht zum Schieben über Parkett oder Teppich. Die Schäden am Boden übersteigen die Transportkosten regelmäßig.

Ja, innerhalb Österreichs und ins europäische Ausland. Bei Fernstrecken kommt es besonders auf Klimastabilität und Ladungssicherung an: Das Instrument fährt im geschlossenen Fahrzeug, mehrfach verzurrt und ohne Zwischenladung anderer Güter. Bei mehrtägigen Transporten bleibt es nicht über Nacht im unbeheizten Fahrzeug.

Dafür gilt die Mindestabnahme von drei Stunden, das Umstellen selbst dauert oft nur eine halbe Stunde. Das kommt häufig vor Parkettarbeiten oder bei einer Neueinrichtung vor. Bitte versuchen Sie es nicht selbst, Klavierrollen sind für glatte Böden gedacht, und die Schäden am Parkett übersteigen die Transportkosten regelmäßig.

Ja, wenn sich kein Abnehmer findet. Nicht mehr spielbare Instrumente ohne Restwert nehmen wir mit und entsorgen sie fachgerecht. Der Gussrahmen geht als Altmetall, das Gehäuse als Holz. Bevor wir das tun, prüfen wir aber, ob eine Weitergabe möglich ist. Es ist erstaunlich, wie oft sich für ein altes Klavier noch jemand findet.

In Wien fast immer. Ein Klavier über achtzig Meter zu schieben ist keine Option, und der Möbellift braucht ohnehin Aufstellfläche. In den Gemeinden des Bezirks Mödling ist es meist entbehrlich, weil das Fahrzeug direkt vor dem Haus stehen kann. Wir sagen Ihnen bei der Anfrage, was in Ihrem Fall nötig ist.

Das klären wir vorher, nicht am Transporttag. Genau dafür sind die Fotos und Maße da. Sollte sich vor Ort trotzdem herausstellen, dass es über die Stiege nicht geht, brechen wir ab und planen den Möbellift ein, statt es zu erzwingen. Ein beschädigter Stimmstock kostet mehr als jeder Zusatztermin.

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